Das Kunstfestival im Spreewald
15. Juni - 21. September 2019

aquamediale 13

Der Anlass...

In seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“tangierte Heinrich Theodor Fontane vor 200 Jahren auch den Spreewald. Er zeichnete die „Spreeländer“ aus einer kritisch-liebevollen Distanz: ihre Rede und ihren Gesang, ihre Bräuche und Trachten, ihre Arbeit und ihr Vergnügen, die Gebäude und die Landschaft. So hat er das typische ihrer Heimat-Region mit Worten sichtbar gemacht. Fontanes Werk ist offen für neue Zugänge und Sinngebungen. Zeit und Gelegenheit, zum 200. Jubiläum des Literaten der Vorstellung von Heimat als einer heilen Welt von Gemeinschaft / Raum / Tradition als Herkunftsnachweis mit der neuen Dimension einer Lebensmöglichkeit zu begegnen: Heimat, gesehen als dynamisches Konzept...

Das Konzept...

Die 13. aquamediale verpflichtet sich im Fontanejahr zu einer „geistigen und körperlichen Wanderung“. Sie hat engagierte und Künstler und Künstlerinnen mit nationalen und internationalen Wurzeln aufgerufen, die Auswirkungen der Globalisierung auf Mensch und Heimat zu untersuchen. Als Ergebnis ihrer subjektiven Wahrnehmung werden sie unter dem Thema „Spreeland trifft ...“ ihre Sichten und Empfindungen als Objekte und Installationen in die Spreeländer Landschaft und zur Diskussion stellen. Spreeland wird auf Künstler treffen, Fremde werden auf Fremde treffen, Alt auf Jung, Erfahrung auf Neugier, Kunst auf Leben, Geschichte auf Gegenwart, Fragen auf Möglichkeiten, Ruhe auf Bewegung...

Der Ort...

Das Spreewalddorf Straupitz bietet ideale Möglichkeiten, die künstlerischen Äußerungen in der Natur zu installieren und mit dem Kahn erlebbar zu machen. Die unterschiedlichen Inventionen und gestalterischen Mittel werden den Raum vom
1. Juni bis zum 21. September 2019 einen eigenen und erlebnisreichen Klang geben. Wo der alte Fontane in seinen Wanderungen mit Worten zeichnete, da beschreiben 200 Jahre später die jungen Artisten mit Objekten und Installationen ihre Sicht auf die Welt und provozieren den Betrachter, ihre Bilder in Worte zu wandeln. Der See wird für eine begrenzte Zeit „heimatlicher Reflex weltgeschichtlicher Vorgänge“, poetisches Symbol für „den großen Zusammenhang der Dinge“, dialektisches Widerspiel von: Werden und Vergehen, Groß und Klein, Altem und Neuem, Kommen und Gehen, Vorurteil und Toleranz, Liebe und Hass . . .
Das Spreewalddorf Straupitz wurde bewusst ausgewählt. Für den interessierten Besucher bietet Straupitz weitere kulturelle Sehenswürdigkeiten wie die Dorfkirche nach den Plänen von Karl Friedrich Schinkel, die letzte produzierende Dreifachwindmühle Europas, der historische Kornspeicher mit Ladengalerie und kleinem Café, die IG Spreewaldbahn, das Houwald-Schloss und der Eichenhain „Bytna“. Idylle trifft . . . Interesse?

Das Ziel...

Das Konzept verfolgt das Ziel, mit visuellen, sprachlichen und musikalischen Mittel sowie Diskursen Heimat als Naherfahrung zu installieren, in dem ein sinnvolles Miteinander möglich ist und als Gegensatz zur Fremde und Entfremdung empfunden werden kann. Spreeland trifft...

kunstraum-spreewald.com